Motorsport made in Brandenburg

ADAC Berlin-Brandenburg lädt IDM-Fans nach Most ein

Das IDM Rennen vom 9. bis 11. August in Most ist der erste Auftritt der IDM seit 2007 in Nordböhmen. Dabei ist das Rennen nicht das erste der wichtigsten deutschen Motorradrennserie auf dem 1983 eingeweihten Kurs unweit der deutsch-tschechischen Grenze.

Horst SeidelIn den 1990er-Jahren wurden hier schon Rennen zur (West-)Deutschen Meisterschaft ausgetragen, und nach der Wiedervereinigung Deutschlands wichen der am Sachsenring vorübergehend zur Untätigkeit verurteilte Hohenstein-Ernstthaler Motorsportclub und später auch der MSC Schleizer Dreieck ersatzweise nach Nordböhmen aus. In diesem Jahr kooperiert nun der ADAC Berlin-Brandenburg mit der Rennstrecke in Most, was der Leiter der Abteilung Motorsport, Klassik und Ortsclubs des ADAC Berlin-Brandenburg e. V., Horst Seidel, so erklärt: „Die Entscheidung, in diesem Jahr auch in Most ein IDM-Rennen auszutragen, obliegt ja dem Serien-Promoter, dem Motorrad Action Team. Uns war es im Mai wegen dem gleichzeitig in Most stattfindenden Rennen zum ADAC GT Masters, bei dem wir in diesem Jahr zum zweiten Mal als sportlicher Ausrichter fungierten, nicht möglich, das IDM-Rennen auf dem Lausitzring, unserer eigentlichen Heim-Strecke, auszurichten.

Da wir aber sehr gut mit der Rennstrecke in Most zusammenarbeiten, haben wir uns bereiterklärt, hier auch das IDM-Rennen von der sportlichen und sportrechtlichen Seite her zu betreuen. Wir, vom ADAC Berlin-Brandenburg, werden mit rund 20 Personen, also ein paar mehr als beim ADAC GT Masters, im Einsatz sein, denn hierfür werden mehr technische Kommissare und Assistenten benötigt.“ Zur Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort erklärt Horst Seidel: „Wir haben nun zwei Autorennen gemeinsam mit den Kollegen vor Ort durchgeführt und jeweils sehr gut harmoniert. Außerdem muss man festhalten, dass sich hier einiges tut. Viele glauben irrtümlicherweise, dass Most eine reine Automobil-Rennstrecke ist, aber zum einen haben dort schon einige IDM-Rennen stattgefunden, und zum anderen nutzen viele Rennteams und Veranstalter von Renntrainings das Moster Autodrom.

Vom Layout ist das ja eine sehr schnelle und flüssige Strecke, an der sich schon einiges getan hat und die weiter modernisiert wird. Zum Beispiel hat sie über den Winter zu rund 75 Prozent einen neuen Asphalt erhalten.“ Los geht es am Freitag, dem 9. August, dem sogenannten „Schnuppertag“, bei freiem Eintritt, mit dem Training aller acht Klassen. Ernst wird es am Samstag (10.8.) ab 8:30 Uhr mit den Qualifyings um die Startpositionen, an die sich ab 15:30 Uhr die ersten Rennen anschließen. Der Haupttag, der Sonntag (11.8.), beginnt 9:00 Uhr mit den Warm-ups der drei IDM-Solo-Klassen. Ab 9:50 Uhr folgen sieben weitere actiongeladene Rennen mit jeweils anschließenden Siegerehrungen im frei zugänglichen Fahrerlager. Der Eintritt kostet für Erwachsene am Samstag 19 Euro und am Sonntag 25 Euro sowie das Wochenend-Ticket 35 Euro pro Stück. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt.