Motorsport made in Brandenburg

IDM Most - Heimrennen im Ausland

Am kommenden Wochenende, konkret vom 9. bis 11. August, gastiert die IDM – Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft – zum ersten Mal seit 2007 wieder im nordböhmischen Most.

Dabei kommen knapp zwei Dutzend Fahrer inklusive zwei Fahrerinnen nur zwei Wochen nach dem IDM-Lauf in Schleiz erneut in den Genuss eines Heimrennens. Vor allem für Piloten aus Sachsen und Ostthüringen ist das 4,212 Kilometer lange Autodrom nur einen Katzensprung entfernt.

In der Top-Klasse IDM Superbike 1000 kommt der Schleizer Julian Puffe nicht nur zu einem „Semi-Heimrennen“, sondern reist vor allem als Gesamtführender an. Allerdings ist ihm sein Teamkollege bei alpha Racing van Zon BMW, der Ukrainer Ilya Mikhalchik, dicht auf den Fersen. Der Titelverteidiger gewann sechs der bisherigen neun Rennen, wurde allerdings auch schon zwei Mal von der Technik im Stich gelassen. Neben dem Krostitzer Toni Finsterbusch stellt sich mit Sarah Heide aus Zwickau auch wieder eine Rennamazone der Konkurrenz.

Der Hohenstein-Ernstthaler Max Enderlein möchte in der Klasse IDM Supersport 600 einen weiteren Schritt in Richtung Titelverteidigung machen und seinen fast schon beruhigenden Vorsprung von 49 Punkten auf den Tabellenzweiten Tom Toparis aus Australien weiter ausbauen. Der Pößnecker Christoph Beinlich liegt hier auf Platz zehn.

In den gleichen Rennen, allerdings in der seriennäheren Kategorie IDM Superstock 600, sind mit Moritz Jenkner und Paul Fröde zwei weitere Sachsenring-Anrainer am Start. Beide standen schon mehrfach auf dem Podest, was natürlich auch für Most das erklärte Ziel ist. Mit dem noch amtierenden Meister Toni Erhard aus Schwarzenberg und Marvin Siebdrath aus Wildenfels mischen auch in der Klasse IDM Supersport 300 zwei Sachsen mit. Während Marvin Siebdrath erst beim vorangegangenen Rennen in Schleiz ins IDM-Geschehen 2019 eingriff, rangiert Toni Erhard auf Tabellenplatz sieben. Zwei Plätze vor ihm liegt Troy Beinlich, der jüngere Bruder von Christoph, und auf Rang acht dessen Teamkollege Micky Winkler, wie Julian Puffe aus der Rennstadt Schleiz kommend.

Eingebettet in die Klasse IDM Supersport 300 ist in Most wieder der ähnlich motorisierte ADAC Junior Cup. Diesen führt der Dresdner Lennox Lehmann mit fünf Mal Punktemaximum klar an. Mit Dustin Schneider aus Adorf auf Tabellenplatz drei, Lennard Göttlich aus Kottmar OT Eibau auf Rang sieben, der aktuell Gesamtneunten Lucy Michel aus Elterlein OT Schwarzbach sowie dem derzeit elftplatzierten Valentin Frühauf aus Fraureuth mischen hier gleich fünf Sachsen-Racer mit. Hinzu gesellt sich Justin Hänse aus Harth-Pöllnitz, der momentan den achten Tabellenrang einnimmt. Zweigeteilt ist auch die Klasse der IDM Sidecar. Bei den 600er-Gespannen liegen der mehrfache Weltmeister Tim Reeves und dessen Beifahrer Mark Wilkes aus Großbritannien mit Punktemaximum an der Tabellenspitze, und bei den 1000-ern das Duo Andres Nussbaum/Manuel Hirschi aus der Schweiz. Mit Uwe Neubert aus St. Egidien als Beifahrer von Josef Sattler und Steffen Rähder aus Großschönau in der gleichen Funktion im Boot von Markus Schwegler greifen auch bei den Dreirädern zwei Sachsen ins Geschehen ein.

Zudem gilt Most auch für den einen oder anderen Piloten aus dem nord- bzw. ostfränkischen Bereich als eine Art Heimrennen, so zum Beispiel für Gabriel Noderer aus Eysölden oder Marco Fetz aus Kleinbreitenbronn, die beide in der Klasse IDM Supersport 600 aktiv sind. Partner-Gastgeber ist neben dem IDM-Serienpromoter Motor Presse Stuttgart und dem Autodrom Most übrigens der ADAC Berlin-Brandenburg, der, wie bereits zwei Mal in der jüngeren Vergangenheit beim ADAC GT Masters, in Most als sportlicher Ausrichter fungieren wird. Dazu sagt dessen Leiter der Abteilung Motorsport, Klassik und Ortsclubs, Horst Seidel: „Wir freuen uns, weiter Teil des IDM-Kalenders zu sein und zugleich auf eine neuerliche Zusammenarbeit mit den Kollegen in Most. Ich hoffe auf eine gute Resonanz bei den Fans, denn Most ist eine attraktive und zuschauerfreundliche Strecke.“

Die Trainings aller acht Klassen beginnen am Freitag, dem 9. August, ab 8:30 Uhr bei freiem Eintritt und werden am Samstag (10.8.), ebenfalls ab 8:30 Uhr, fortgesetzt. Ab 15:30 Uhr schließen sich die ersten Rennen an. Der Rennsonntag (11.8.) beginnt 9:00 Uhr mit den Warm-ups der drei IDM-Solo-Klassen, und ab 9:50 Uhr folgen sieben weitere actionreiche Rennen. Der Eintritt kostet für Erwachsene am Samstag 19 Euro und am Sonntag 25 Euro sowie das Wochenend-Ticket 35 Euro pro Stück. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt.

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